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Die Insel wird breit. Ein Zelt ist errichtet. Aus blauem Damast und goldgeflammt. Die Tiere
raffen es auf, und schlicht beinah in ihrem fürstlichen Kleid tritt sie vor. Denn was sind ihre
Perlen gegen sie selbst. Die Dienerin hat eine kleine Truhe geöffnet, und sie hebt nun eine
Kette heraus, ein schweres, herrliches Kleinod, das immer verschlossen war. Der kleine
Hund sitzt bei ihr, erhöht, auf bereitetem Platz und sieht es an. Und hast du den Spruch
entdeckt auf dem Zeltrand oben? da steht: »A mon seul désir.«
Was ist geschehen, warum springt das kleine Kaninchen da unten, warum si eht man
gleich, daß es springt? Alles ist so befangen. Den Löwe hat nichts zu tun. Sie selbst hält
das Banner. Oder hält sie sich dran? Sie hat mit der anderen Hand nac h dem Horn des
Einhorns gefaßt. Ist das Trauer, kann Trauer so aufrecht sein, und ei n Trauerkleid so
verschwiegen wie dieser grünschwarze Samt mit den welken Stellen?
Aber es kommt noch ein Fest, niemand ist geladen dazu. Erwartung spielt dabei keine
Rolle. Es ist alles da. Alles für immer. Der Löwe sieht sich fast drohend um: es darf
niemand kommen wir haben sie noch nie müde gesehen; ist sie müde? oder hat sie sich
nur niedergelassen, weil sie etwas Schweres hält? Man könnte meinen, eine Monstranz.
Aber sie neigt den andern Arm gegen das Einhorn hin, und das Tier bäu mt sich
geschmeichelt auf und steigt und stützt sich auf ihren Schooß. Es ist ein Spiegel, was sie
hält. Siehst du: sie zeigt dem Einhorn sein Bild -.
Abelone, ich bilde mir ein, du bist da. Begreifst du, Abelone? Ich denke, du mußt
begreifen.
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