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es war, als hängte es sich in Trauben rechts und links an die Bäum e. Dann schwenkte
man und fuhr rund um etwas herum und rechts an etwas vorbei und hielt in der Mitte.
Georg hatte ganz vergessen, daß das Haus nicht da war, und für uns alle war es in
diesem Augenblick da. Wir stiegen die Freitreppe hinauf, die auf die alte Terrasse führte,
und wunderten uns nur, daß es ganz dunkel sei. Auf einmal ging eine T ür, links unten
hinter uns auf, und jemand rief: »Hierher!« und hob und schwenkte ein dunstiges Licht.
Mein Vater lachte: »Wir steigen hier herum wie die Gespenster«, und er half uns wieder
die Stufen zurück.
»Aber es war doch eben ein Haus da«, sagte Maman und konnte sich g ar nicht so rasch
an Wjera Schulin gewöhnen, die warm und la
natürlich schnell hinein, und an das Haus war nicht mehr zu denken. I n einem engen
Vorzimmer wurde man ausgezogen, und dann war man gleich mitten drin unte r den
Lampen und der Wärme gegenüber.
Diese Schulins waren ein mächtiges Geschlecht selbständiger Frauen. Ich weiß nicht, ob
es Söhne gab. Ich erinnere mich nur dreier Schwestern; der ältesten, die an einen
Marchese in Neapel verheiratet gewesen war, von dem sie sich nun langsam unter vielen
Prozessen schied. Dann kam Zoë, von der es hieß, daß es nichts gab, was sie nicht
wußte. Und vor allem war Wjera da, diese warme Wjera; Gott weiß, was aus ihr geworden
ist. Die Gräfin, eine Narischkin, war eigentlich die vierte Schwester und in gewisser
Beziehung die jüngste. Sie wußte von nichts und mußte in einem fort von ihren Kindern
unterrichtet werden. Und der gute Graf Schulin fühlte sich, als ob er mit allen diesen
Frauen verheiratet sei, und ging herum und küßte sie, wie es eben kam.
Vor der Hand lachte er laut und begrüßte uns eingehend. Ich wurde unter den Frauen
weitergegeben und befühlt und befragt. Aber ich hatte mir fest vorgenommen, wenn das
vorüber sei, irgendwie hinauszugleiten und mich nach dem Haus umzusehen. Ich war
überzeugt, daß es heute da sei. Das Hinauskommen war nicht so schw ierig; zwischen
allen den Kleidern kam man unten durch wie ein Hund, und die Tür nach dem Vorraum zu
war noch angelehnt. Aber draußen die äußere wollte nicht nachgeben. Da waren mehrere
Vorrichtungen, Ketten und Riegel, die ich nicht richtig behandelte in der Eile. Plötzlich ging
sie doch auf, aber mit lautem Geräusch, und eh ich draußen war, wu rde ich festgehalten
und zurückgezogen.
»Halt, hier wird nicht ausgekniffen«, sagte Wjera Schulin belustigt. Sie beugte sich zu mir,
und ich war entschlossen, dieser warmen Person nichts zu verraten. Sie a ber, als ich
nichts sagte, nahm ohne weiters an, eine Nötigung meiner Natur hätte mich an die Tür
getrieben; sie ergriff meine Hand und fing schon an zu gehen und wollte mich, halb
vertraulich, halb hochmütig, irgendwohin mitziehen. Dieses intime Mißverständnis kränkte
mich über die Maßen. Ich riß mich los und sah sie böse an. » Das Haus will ich sehen«,
sagte ich stolz. Sie begriff nicht.
»Das große Haus draußen an der Treppe.«
»Schaf«, machte sie und haschte nach mir, »da ist doch gar kein Haus mehr.« Ich bestand
darauf.
»Wir gehen einmal bei Tage hin«, schlug sie einlenkend vor, »jetzt kann man da nicht
herumkriechen. Es sind Löcher da, und gleich dahinter sind Papas Fischteiche, die nicht
zufrieren dürfen. Da fällst du hinein und wirst ein Fisch.«
Damit schob sie mich vor sich her wieder in die hellen Stuben. Da saßen sie alle und
sprachen, und ich sah sie mir der Reihe nach an: die gehen natürlich nur hin, wenn es
nicht da ist, dachte ich verächtlich; wenn Maman und ich hier wohnten , so wäre es immer
da. Maman sah zerstreut aus, während alle zugleich redeten. Sie dachte gewiß an das
Haus.
Zoë setzte sich zu mir und stellte mir Fragen. Sie hatte ein gutgeordnetes Gesicht, in dem
sich das Einsehen von Zeit zu Zeit erneute, als sähe sie beständig etwas ein. Mein Vater
saß etwas nach rechts geneigt und hörte der Marchesin zu, die lach te. Graf Schulin stand
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