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eine andere Art. Sagen wir es nur ganz
aufrichtig: sie denken im Grunde nur daran, sobald es
sich irgend tun läßt, hinunterzuspringen, zu rollen und zu blechern.
Wo kämen sonst alle
diese sogenannten Zerstreuungen her und der Lärm, den sie verurs achen?
Die Dinge sehen das nun schon seit Jahrhunderten
an. Es ist kein Wunder, wenn sie verdorben
sind, wenn sie den Geschmack verlieren an ihrem natürlichen, stillen Zweck
und das Dasein
so ausnutzen machten, wie sie es rings um sich ausgenutzt sehen. Sie
machen Versuche, sich ihren Anwendungen
zu entziehen, sie werden unlusti g und nachlässig,
und die Leute sind gar nicht erstaunt, wenn sie sie auf einer Ausschweifung
ertappen. Sie kennen das so gut von
sich selbst. Sie ärgern sich, weil sie die Stärkeren
sind, weil sie mehr Recht auf Abwechslung
zu haben meinen, weil sie sich nachgeäfft fühlen;
aber sie lassen die Sache gehen, wie sie sich selber gehen lassen. Wo aber einer
ist, der sich
zusammennimmt, ein Einsamer etwa, der so recht rund auf sich beruhen
wollte Tag und Nacht, da fordert er
geradezu den Widerspruch, den Hohn, den Haß der
entarteten Geräte heraus, die,
in ihrem argen Gewissen, nicht mehr vertragen können,
daß etwas sich zusammenhält
und nach seinem Sinne strebt. Da verbinden sie sich, um
ihn zu stören, zu schrecken, zu
beirren, und wissen, daß sie es können. Da fangen sie,
einander zuzwinkernd, die Verführung
an, die dann ins Unermessene weiter wächst und alle
Wesen und Gott selber hinreißt gegen den Einen, der vielleicht übersteht:
den Heiligen.
Wie
begreif ich jetzt die wunderlichen Bilder, darinnen Dinge von beschrä nkten
und regelmäßigen
Gebrauchen sich ausspannen und sich lüstern und ne ugierig
aneinander versuchen, zuckend in der
ungefähren Unzucht der Zerstreuu ng. Diese Kessel,
die kochend herumgehen, diese Kolben, die auf Gedanken kommen, und die
müßigen Trichter, die sich
in ein Loch drängen zu ihrem Vergnü gen. Und da sind auch
schon, vom eifersüchtigen Nichts
heraufgeworfen, Gliedmaßen und Glieder unter ihnen
und Gesichter, die warm in sie hineinvomieren,
und blasende Gesäße , die ihnen den Gefallen
tun. Und der
Heilige krümmt sich und zieht sich zusammen; aber in seinen Augen war noch
ein Blick, der
dies für möglich hielt: er hat hingesehen. Und schon schlagen sich seine
Sinne nieder
aus der hellen Lösung seiner Seele. Schon entblättert sein Gebet und
steht ihm aus dem
Mund wie ein eingegangener Strauch. Sein Herz ist umgefallen und ausgeflossen
ins Trübe
hinein. Seine Geißel trifft ihn schwach wie ein Schwanz, der Fliegen verjagt.
Sein Geschlecht
ist wieder nur an einer Stelle, und wenn eine Frau aufrecht d urch das Gehudel
kommt, den offenen
Busen voll Brüste, so zeigt es auf sie wie ein Fin ger.
Es gab Zeiten, da ich diese Bilder
für veraltet hielt. Nicht, als ob ich an ihnen zweifelte. Ich
konnte mir denken, daß dies den
Heiligen geschah, damals, den eifernd en Voreiligen, die
gleich mit Gott anfangen wollten um
jeden Preis. Wir muten uns dies nicht mehr zu. Wir ahnen,
daß er zu schwer ist für uns, daß wir ihn hinausschieben müssen,
um langsam die lange
Arbeit zu tun, die uns von ihm trennt. Nun aber weiß ich, daß diese
Arbeit genau so bestritten
ist wie das Heiligsein; daß dies da um jeden entsteht, der um ihretwillen
einsam ist, wie
es sich bildete um die Einsamen Gottes in ihren Höhlen und leeren Herbergen,
einst.
Wenn man von
den Einsamen spricht, setzt man immer zuviel voraus. Man meint, die
Leute wüßten, um was es sich
handelt. Nein, sie wissen es nicht. S ie haben nie einen
Einsamen gesehen, sie haben ihn nur gehaßt, ohne ihn zu kennen. Sie
sind seine Nachbaren
gewesen, die ihn aufbrauchten, und die Stimmen im Nebenzimmer, die
ihn versuchten. Sie haben die Dinge
aufgereizt gegen ihn, daß sie lärmten und ihn
übertönten. Die Kinder verbanden
sich wider ihn, da er zart und ein Kind war, und mit
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