Von dem revolutionären Roulette...
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Twilight Theater (Audio CD) ... zurück in den Carneval des rostigen Lebens: Ins zwielichtige Theater(den Fans wird es eher auffallen: Von Revolution Roulette zu Carnival Of Rust zu Signs Of Life: Ins Twilight Theater).
Bevor ich beginne über das Album zu schreiben, möchte ich kurz was über die anderen Werke der Band sagen. Anschließen gehe ich näher auf das neue Album ein, auch auf die Songs, welche auf der CD zu finden sind.
Wie sehr viele andere auch, bin ich über Max Payne 2(Late Goodbye) auf diese Band gekommen und höre sie seit Erscheinen von CoR und war natürlich von der Gruppe hellauf begeistert. Als RR dann erschien, waren meine Erwartungen groß und wurde leider enttäuscht. Das Album war / ist gut, war aber lange nicht so ausgereift wie die ersten 2. Einige Songs wirkten textlich und musikalisch unfertig bzw. unausgereift(z.B. Miss Impossible). Auch erwartete ich hinter einigen Songtiteln ganz andere Songs, als ich letztendlich bekam(bestes Bsp. Save Me). Lob für den rockigen Stil gabs von den Fans, aber ebenfalls große Kritik für die fehlenden ruhigen Songs(gerade mal 3 Songs bei ings. 11 Tracks). Ich habe mich mit dem 3. Album am Ende anfreunden können.


Wie sieht es aber nun mit dem neusten Werk aus? Wie mein Vorrezensent bereits geschrieben hat, gehts zurück zu den Wurzeln. So könnte man es gut sagen, aber das Album unterscheidet sich von den anderen dreien.

Zuerst an alle Fans, die ruhige Songs mögen: Ihr bekommt mehr als genug. Für die Fans der rockigen Songs: Ihr werdet auch glücklich sein.
Ein kurzer Einschub des Rock- | Soft Songverhältnis der Alben: SoL: 6 | 6 . CoR: 5 | 7 . RR: 8 | 3. Nun Twilight Theater, auf dem (leider, aber immerhin) nur 10 Songs sind: 5 | 5 (wenn man den Song "War" hinzuzählt)

Was ist denn auch so besonders an diesem Album? Poets Of The Fall sagte ab Carnival Of Rust, dass sie "Cinematic Rock", also cineatischen Rock spielen. Bei RR traf das auf wenige Songs zu (Revolution Roulette). Die Songs hier, ganz besonders "War" und der letzte Song "Heal My Wounds", sind cineatische Granaten, aber zu den einzelnen Songs gleich mehr. Das gesamte Album klingt sehr filmisch und man kann diese CD(und deren Musik) auch als persönlichen Soundtrack für das eigene Leben sehen, was bestimmt auch ein Ziel von unseren Poeten ist. Hinzukommt, dass hier sich alles sehr rund und vollkommen anhört. Also so, wie man es von den ersten beiden Alben kennt: Höchstes Niveau.


Nun möchte ich zu den einzelnen Songs kommen. Ich werde jeden nennen und meine Meinung zu diesem auch präsentieren, sprich, ob er für mich gut ist (denn es ist schließlich meine Meinung ;-) )oder nicht und natürlich was / warum es so für mich ist.

1. Dreaming Wide Awake(4:23, Rockig): Auf jedem Album gibt es mehrere Merkmale, nämlich ein rockiger Opener, in diesem Fall ist der hier. Es ist ein sehr guter Song, der allerdings nicht ganz zum Stil des Album passt, da sich die eigene Note mit Abstand am stärksten abhebt. Da ich ihn seit Release(Februar) ziemlich oft gehört habe empfinde ich den Song beinahe als den Schwächsten des Albums. Nichts destotrotz: Der Text ist klasse, die Musik auch, es stimmt alles, obwohl er so anders klingt als die anderen und vielleicht einen abweichenden Ersteindruck erzeugen könnte.
Übrigens: Der Song hat seinen Ursprung in einer Radioshow gehabt, wo der Sänger interviewt wurde, wie ein Song entsteht.

2. War(5:05, Rockig): Der Titelsong zum kommenden Thrillerspiel "Alan Wake" von Remedy, den Entwicklern von Max Payne, die mit der Band befreundet sind. Dieser Song ist einer der absoluten Toptiteln des Albums. Einzigartig durch und durch mit phänomenalen Lyrics und Instrumenten. Den Song kann man eigentlich als dunkles Gegenstück zu "All The Way / 4U" vom 2. Album sehen. Grund: Wie in ATW /4U beginnt der Song ruhig und zieht im letzten Drittel deutlich an und legt noch einen Gang rein. Mein Fazit: Unglaublich gut, perfekt filmisch komponiert. TOP²!
Info: Dieser Song wird Single Nr.2 sein und hoffentlich können wir uns freuen zu lesen, wenn es heißt "Ich bin durch Alan Wake auf diese Band gekommen".

3. Change(4:45, Soft): Für mich ehrlich gesagt der schwächste Song(im Verhältnis zu diesem Album, man beachte ja die Sterne, die ich dem Album gegeben habe). Der Song kommt mir größtenteils ein wenig monoton vor, was die Instrumente angeht. Das Lied hat keine richtigen Höhepunkte. Stimmlich gibt es welche, ein Solo, wie im jeden Song ist auch enthalten, nur es fehlt noch das gewisse i-Tüpfelchen auf diesem Song. Am besten selbst ein Bild von dem Song machen. Ich mag ihn, aber andere mag ich mehr. Das liegt aber nicht daran, dass dieser Song weniger cineatisch ist.
Kleiner Hinweis: Dieser Song existiert schon seit 1991 in seiner Grundform.

4. 15 Min Flame(5:00, Rockig): Dieser Song hat 2 Schneiden, wobei die gute die dominanteste ist. Zum einen ist der Song absolut geil, super E-Gitarren, sehr cineatisch, klasse Text, Länge ist in Ordnung, ein Top Marko(Sänger). Die Schwäche des Songs ist sein Text, ich meine hier die Quantität. Ich finde, der Song hätte mehr Text vertragen können, oder es hätte auf 4:30 gekürzt werden können. Am Ende wird ein wenig zu oft wiederholt, wie das Ende des Songs "Late Goodbye", nur nicht so oft. Fazit: Klasse, mit einer kleinen Schwäche. Regt aber dennoch zum Mitsingen an.

5. Given and Denied(4:17, Soft) : Wie "War" einer der besten Songs, wie die Poeten jemals geschaffen haben. Der Song hat eine ganz besondere Aura. Der Text in Verbindung mit den Instrumenten lassen einen mit dem Gesang mitfühlen und eintauchen. Augen schließen und genießen. Dieser Song ist perfekt. Es gibt nichts, was man an diesem Song ändern sollte. Erst recht das, wie so oft vorhandene, filmische Gitarrensolo. Fazit: Der totale Wahnsinn. Ein Fest für Ohren und Seele.

6. Rewind(4:22, Soft): Obwohl ich "War" und "Given and Denied" so hoch gelobt habe, ist dieser Song mein Favorit des Albums. Der Song fängt ruhig an, volle Konzentration auf Markos unverwechselbare Stimme und ab 1:40 schaltet der Song nur 1 Gang hoch, was dem Song sehr gut tut. Es ist ein Gute Laune-Song, den man immer und immer wieder hören möchte (eigentlich genau das, was das Wort "Rewind" bedeutet). Ihr wisst, was ich so gut finde: Das Gesamtpaket und alles was enthalten ist. Der leicht filmische Touch, die Lyrics, die einfach sitzen und die Musik. Was soll ich sagen? Ich liebe diesen Song seit dem ersten hören. Ganz große Klasse.
Ahja: Der Song sollte ursprünglich auf Carnival Of Rust erscheinen. Warum es nicht passierte, weiß ich nicht.

7. Dying to Live(3:46, Rockig): Ein Song, zudem man sich sehr gerne bewegen möchte und einfach stimmig ist. Man kann diesen Song gut mit "Overboard" vergleichen, er ist aber sehr eigen und mir gefällt er sehr. Der Text ist gut, zwar weniger poetisch als die anderen, aber es passt. Und wenn das und alles andere passt, warum soll man dann meckern? Einziger Nachteil: Warum muss dieser energiegeladene Song so kurz sein?

8. You're Still Here(3:27, Soft): Als ich den Song das erste mal hörte, richteten sich meine Ohren auf. Grund: Der Song ist der Ruhigste aller Poets Of The Fall Songs und wunderschön. Man könnte sich bei dem Song auf die Couch setzen und genießen, oder mit dem Partner/in ein wenig Walzer tanzen, oder einen ähnlich ruhigen Tanz. Der Song ist einzigartig und mein kleiner Geheimtipp für Leute, die es gerne ruhig haben, obwohl er ruhiger ist als Change und keine Höhepunkte hat, ist der Song glatt und macht einfach Spaß und ein erzeugt ein harmonisches Gefühl. Wenn dieser Song sehr filmisch wäre, würde es negativ auffallen. Das würde nicht mit der Art des Songs übereinstimmen. Einziger Nachteil ist die Länge.

9. Smoke and Mirrors(5:17, Rockig): Auch einer besten Songs des Albums. Neben "War" und "Heal My Wounds" der cineatischste Song. Textlich erinnert der Song ein wenig an Revolution Roulette(den Song), der er auf das Leben und Leute abzielt, die viel zu viel Geld haben und andere ausbeuten. Dieses Lied ist rockig, aber zurückhaltend rockig. Nicht so sehr wie Dreaming Wide Awake oder Dying to Live. Hier ist es das Ziel, einem den Text noch näher zu bringen und dieser hat es, bezogen auf das Thema, in sich. Vielleicht wird mir das aber auch einfach durch die sau geile Stimme von Marko so ins Ohr geschmuggelt. Das Solo gegen Ende ist auch klasse. Super Song, der schön lang ist. Ich habe nichts zu bemängeln: Klasse!

10. Heal My Wounds(5:55, Soft): Ähnlich wie bei den Openern ist auch der Epilog jedes POTF Albums etwas ganz besonderes: Es ist ein ruhiger Song, der von Klaviermusik begleitet wird, mit einer traurigen, durchdringenden und sehr emotionalen Stimme verbunden, die einen Text singt, der seines Gleichen sucht. Früher war "Where Do We Draw The Line" mein Lieblingsepilog, dann kam "Sleep" und zuletzt "Dawn", aber nun ist Heal My Wounds meine neue Nr. 1, obwohl der Song einen kleinen Stilbruch begeht, der diesem Song aber nur gut tut! Das Klavier ist zwar durchgängig dabei, wird aber auch von anderen Instrumenten begleitet. Unter anderem eine dezent zurückhaltene E-Gitarre und ein Instrument, welches ich nicht kenne. Diese Erweiterung des Epilogs öffnet einem sämtliche musikalische Poren. Es lässt den Song wachsen und traumhaft schön aber auch traurig wirken. Man weiß, dass das... Lesen Sie weiter... ›
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 30. März 2010
Kundenrezensionen:
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Siehe auch folgende Artikel:
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